" Es ist die Farbe, die einen in Haneks Bildern als Erstes gefangen nimmt: ein Blau von einer Intensität, dass einem dafür jegliche Anhaltspunkte verloren gehen; dazu ein Schwarz, so tief, dass sich der Blick darin verliert wie in einer Urweite. Die entgrenzte Intensität dieser Farbnebel lässt einen fast benommen zurück, ehe sich der Blick an die Strukturen klammert, die sich über diesen  Farbstrom legen: Koordinatennetze scheinen das mal zu sein, Linienmuster, und immer wieder tauchen Gesichter wie Erscheinungen aus den Farbnebeln auf.

"Augenblicke einer odysseischen Landkarte" nannte Beate Hanek ihre Ausstellung .... 

Das Kosmische ist wohl der stärkste Eindruck, der sich mit Haneks Bildern  verbindet. Ihre Farbschichten reißen den Vorhang auf zu planetarischen Nebeln und intergalaktischen Gaswolken.

Gleichzeitig ist dieser Kosmos wiederum ein Schauplatz des Mythischen, in dem sich Menschengestalten abzeichnen wie von Grabreliefs oder Kultbildern altehrwürdiger Kulturen."

 

 

Artikel von Armin Knauer im Reutlinger General-Anzeiger